Erdgasautos: Vorteile und Nachteile

by admin on 20. Juni 2013

Erdgasauto VW Up Erdgasauto VW Up

Im Zeitalter der stetig steigenden Benzinpreise locken Automobilhersteller mit Erdgasfahrzeugen. Parallel dazu lassen die Anzeigen an Tankstellen mit etwa 1€ /kg Erdgas den Autofahrer von früheren Zeiten träumen – Zeiten, in denen Benzin noch genauso günstig war.
Aufgrund des höheren energetischen Nutzungsgrades lässt sich der Vergleich zwischen Erdgas und Benzin wie folgt darstellen: 1kg Erdgas ≈ 1,5 l Benzin.
So betrachtet errechnet sich der Verbrauch eines aktuellen Autos mit 6l Benzin/100km auf 4kg Erdgas/100km, was bei einem Benzinpreis von 1,60€ für einem Liter E10 eine Ersparnis von 5,60€ auf 100 km ergibt.

Erdgasauto Vorteile

Hochdrucktank Hochdrucktank

Neben der Ersparnis verbrennt Erdgas mit 600°C um 200°C heißer als Benzin und somit auch sauberer, was eine, um 70 % geringere Schadstoffemissionen bedeutet. Dem gegenüber steht die etwas verlorengehende Spritzigkeit des Motors.
Die Variante mit Erdgas zu fahren, setzt zuallererst einmal einen Otto-Motor sprich Benzinmotor voraus. Selbstzündungsmotoren (Dieselfahrzeuge) sind nicht für den ausschließlichen Betrieb mit Erdgas geeignet, jedoch existieren Möglichkeiten ein Diesel-Erdgasgemisch als Kraftstoff zu nutzen. Der Großteil der auf dem Markt existierenden Erdgasfahrzeuge sind bivalente Erdgasautos, die neben Erdgas stets auch Benzin mit sich führen und diesen auch nutzen können. Technisch unterscheidet sich das Erdgasfahrzeug kaum vom normalen Kfz, Ausnahme stellt dabei der Hochdrucktank (200 Bar Zylindertank aus Stahl, Verbundwerkstoff oder Mix beider Materialien) dar. Der Hochdrucktank wird werksseitig meist als Unterflurtank ausgelegt, das bedeutet, dass die Erdgastanks im hinteren Bereich des Fahrzeugunterbodens montiert werden. Nachträglich mit Erdgas ausgerüstete Fahrzeuge haben den Hochdrucktank (ein großer Zylindertank oder mehrere kleine) meist im Kofferraum untergebracht. Letztere Variante verringert somit die Kofferraumgröße.

Erdgasauto 2013

Ein Erdgasfahrzeug hat neben dem normalen Kraftstoffversorgungsystem mit Benzin ein komplett eigenständiges Gas-Versorgungs-System. Dies wird gebildet aus der Hochdruckleitung (Stahlleitung)vom genormten Tankstutzen (neben Benzinstutzen unter dem Tankdeckel angebracht)zur Gasflasche, einer Hochdruckleitung mit Sicherheitsventil bis zum Druckminderer und einer Arbeitsdruckleitung aus Kunststoff bis zu den Injektoren. Teilweise wird das Gasversorgungssystem noch mit mehreren Filtern versehen. Die Steuerung der Gaszufuhr übernimmt ein eigenes Steuergerät, welches sich die nötigen Drehzahl-, Temperatur- und Abgaswerte aus dem Bordnetzwerk (CAN) abgreift. Zusätzliche Komponenten bilden Module wie die Tankanzeige, zeitlicher Einspritzoptimierer und ein Gruppierungsmodul für die einzelnen Injektoren. Die Schnittstelle moderner Erdgasanlagen ist der Ansaugstutzen der jeweiligen Zylinder (ältere Anlagen speisten das Erdgas über die Drosselklappe in den Verbrennungsraum). Neben den Benzineinspritzventilen ist in dieser Ansaugstrecke ein zweites Paar Ventile/Gasinjektoren angebracht (1 Injektor pro Zylinder), das im Gasbetrieb den Motor mit Kraftstoff (Erdgas) versorgt.

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