Elektroautos: Stand der Dinge

by admin on 11. September 2013

ElektroautoDie Bundeskanzlerin, Angela Merkel, wollte eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen sehen – und das bis zum Jahre 2020. Die Realität sieht aber indes anders aus: Derzeit sind nach Angaben des Bundesamtes für Kraftfahrt gerade mal 7000 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben auf deutschen Straßen unterwegs. Zwar liegen die Wachstumsraten hoch, aber nicht annähernd hoch genug, um das ambitionierte Ziel der schwarz-gelben Bundeskoalition zu erreichen. Dabei wäre das derzeitige Angebot an Elektroautos das Letzte, woran es scheitern müsste.

Auto fahren mit Strom – Vorsprung: Japan

Der aus Japan stammende Autokonzern Nissan präsentierte bereits im Jahre 2009 seinen Leaf: das erste serienmäßig produzierte Fahrzeug Nissans, der ausschließlich mit Strom angetrieben wird. Der Unterschied zu den schon wesentlich länger erhältlichen Hybrid-Modellen von beispielsweise Toyota liegt darin, dass der Leaf keinen zusätzlichen Verbrennungsmotor hat. Das heißt, der Leaf fährt ausschließlich elektrisch. Für Langstrecken ist der Fronttriebler aber nicht gedacht: Die maximale Reichweite des Elektrofahrzeuges liegt bei 200 Kilometern. Das hört sich zwar nicht nach viel an; die Strecke zwischen Hamburg und Köln beträgt schon 500 Kilometern. Nichtsdestotrotz ist der Leaf ein Meilenstein in der Entwicklung von Elektroautos. Denn das größte Problem an Elektrofahrzeugen ist momentan die Speicherung des für den Antrieb benötigten Stroms. Die Kapazität von 200 Kilometern ist in dieser Hinsicht schon ein großer Erfolg. Die Batterie muss oft aufgeladen werden – das geht ins Geld. In jedem Fall sollte man sich in einem Strompreisvergleich (bspw. hier im Portal strompreisvergleich.net) einen möglichst günstigen Stromtarif sichern um diese Kosten zumindest zu minimieren.

Ein Elektroauto kann mehr, als nur „öko“

Elektroautos sind dabei mitnichten nur Sache von großen Autokonzernen. Im Gegenteil. Der aus Kalifornien stammende Nischenproduzent Tesla Motors bietet mit seinem Modell Model S ein nicht nur alltagstaugliches Elektroauto, sondern auch ein besonders luxuriöses. Die Limousine mit – je nach konkreter Ausführung – einer maximalen Reichweite von fast 500 Kilometern beweist mit seinem Design, dass Elektroautos nicht nur „Öko-Autos“ sein müssen. Wer unter alltagstauglich günstige Unterhaltskosten und vor allen Dingen auch günstige Anschaffungspreise versteht, für den bietet der französische Autobauer Renault eine Alternative. Der Renault Twizy bietet mit seinen kleinen Abmessungen zwar nur Platz für zwei Passagiere. Dafür kostet er auch nur 7600 Euro. Zu beachten ist aber, dass zusätzlich zu dem Preis eine monatlich anfallende „Miete“ für die – kostenintensiven – Batterien in Höhe von 50 und mehr Euro anfällt. Auch die Reichweite von 100 Kilometern ist eher bescheiden.

Der Brennstoffzellenantrieb als zukunftweisendes Modell?

Zwar entwickeln immer mehr Autobauer Elektroautos, wie beispielsweise Opel mit seinem Ampera, BMW mit seinem i3, Volkswagen e-Up. Allerdings mehrt sich die Kritik gegen Elektroautos. Ihnen wird vorgeworfen, ihr eigentliches Ziel nach mehr Umweltschonung aus den Augen zu verlieren. Zwar produzieren Elektroautos wegen ihres verbrennungslosen Antriebs keine klimaschädlichen Abgase, doch die Produktion des Stromes, mit dem sie angetrieben werden, verursacht seinerseits klimaschädliche Abgase. Deshalb gibt es mittlerweile weitere Ansätze, die von führenden Autobauern verfolgt werden. Daimler arbeitet beispielsweise an ein mit Brennstoffzellen angetriebenes Elektrofahrzeug, der seinen Strom quasi selbst produziert – ohne Abgase. Der Brennstoffzellenantrieb umgeht dabei auch das Problem der geringen Reichweite. Da dieser Antrieb keine klassischen Batterien benötigt, entfällt das Problem um die Stromspeicherung.

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