Daimler, Nissan und Ford setzen auf gemeinsame Brennstoffzellenentwicklung

by admin on 31. Januar 2013

BrennstoffzelleDie Autohersteller Daimler, Nissan und Ford haben sich zur Entwicklung eines Brennstoffzellenantriebs zusammengeschlossen. Schon im Jahr 2017 soll das erste Fahrzeug mit der innovativen Entwicklung auf den Markt kommen.

Anstatt wie bisher für das nächste Jahr geplant, eine kleine Serie von Brennstoffzellenfahrzeugen auf den Markt zu bringen, setzt die Allianz nun auf die langfristige Entwicklung einer Großserie, die eine sechsstellige Stückzahl umfassen soll. Bis in vier Jahren soll der Brennstoffzellenantrieb marktfähig sein und in den drei Startmodellen der Hersteller eingesetzt werden. Seitens Mercedes wird es sich hierbei vermutlich um die B-Klasse handeln. Daimler-Forschungschef Thomas Weber gab jedoch an, dass es sich bei der Entwicklung um eine modulare Lösung handele, die sich später auch in weiteren Fahrzeugen verwenden ließe. Die gemeinsame Arbeit von Daimler, Nissan und Ford spannt sich über drei Kontinente und Zeitzonen und soll somit die Entwicklung ökonomisch und schnell gestalten. Die ersten Serienmodelle sollen nicht teurer ausfallen als ähnliche Modelle mit Dieselhybrid.

Mit der Allianz sollen die Investitionen, die in die Entwicklung von Brennstoffzellen fließen, geteilt werden, was weniger Kosten für alle beteiligten Konzerne bedeutet. Auch die bisherigen Erfahrungen aus Wissenschaft und Forschung tragen Daimler, Nissan und Ford zusammen. Zunächst soll der Brennstoffzellenantrieb als Frontantrieb ausgelegt werden, später sollen jedoch auch Heckantriebslösungen auf den Markt kommen.

Bis zur Serienreife erwartet man in Deutschland auch mehr öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen – gibt es bislang nur 15 bundesweit, sollen davon bis 2016 etwa 100 in Deutschland ihre Dienste anbieten. Bis 2020 spekuliert man mit 500 bis 1.000 Wasserstofftankstellen hierzulande.

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